Das ist wohl erklärungsbedürftig, wieso Atemtherapie so gut ist für den Rücken. Bei Schmerzen sind die Muskel-, Knochen- oder auch andere Zellen so sehr kontraktiert, dass sie nicht nur chronisch überlastet sind sondern auch regelrecht unterernährt, weil sie ja keine Nahrung mehr aufnehmen können. Auch keinen Sauerstoff, der für die Energieumwandlung in der Zelle ganz unbedingt gebraucht wird. Die Zelle schreit regelrecht nach Nahrung, das ist der Schmerz.

Andererseits können auch keine Giftstoffe mehr abtransportiert werden, derart blockierte Zellen werden so zu regelrechten kleinen Giftmülldeponien.

Höchste Zeit, dass sie zum Loslassen animiert werden. Dann lässt der Schmerz nach, dann kommt das Leben wieder ins Fließen. Die Zellen erinnern sich wieder an ihre eigentliche Aufgabe, die sie dann auch mit Freuden aufnehmen werden.

Ein 64 jähriger Patient war in seinem Rücken ein wenig kollabiert, er hing durch – die Wirbelsäule war lordotisch/ kyphotisch – es ging in Richtung Buckel. Schon in der vierten Atemsitzung richtete er sich innerlich auf und das blieb bis heute.

Bei Frau A. dauerte dieser Prozess einiges länger. Sie hatte sich schon als Kind in ihren „Buckel“ zurückgezogen aus Scham über ihren alkoholkranken Vater. Doch fand auch sie ihre innere Aufrichtung wieder, „der Buckel“ verschwand.

Bei Frau R. ging es wiederum schneller. Die Rückenschmerzen verschwanden schon gleich nach der 3. oder 4. Sitzung.