Der Atem

Wenn sich die Lungen mit Luft anfüllen, wächst ihr Volumen, der Brustkorb weitet sich aus, das Zwerchfell senkt sich nach unten in den Bauch hinein. Im Ausatem wölbt es sich wieder nach oben in den Brustkorb hinein, denn die Lungen werden mit abnehmendem Atem wieder kleiner und ziehen das Zwerchfell nach oben. So schwingt unser Phrenikus permanent auf und ab. Durch diese Bewegung erfahren alle Organe des Bauchraumes eine sanfte Massage, die ihre jeweilige Eigenfunktion beeinflusst. Ein friedvoller Atem wirkt entsprechend friedvoll und sanft auf diese Bewegung und gibt den Impuls weiter an die Organe im Bauchraum. Alle Organe liegen unterhalb des Zwerchfells. Weiter geht die Atemwelle in den Darm, die Geschlechtsorgane, Beine, Füße. Sie alle empfangen ihren Impuls durch die Atemwelle und lassen sich von ihr durchdringen.

Das Atemgeschehen

Wagen wir doch mal einen Blick ins innere Atemgeschehen:

Wie in diesem  Film deutlich wird, dringt durch die Nasenlöcher der Atem in uns ein und füllt die Lungen. Diese gewinnen an Volumen und werden größer, wodurch sich das Zwerchfell nach unten hin auswölbt. Im Ausatem wölbt es sich wieder nach oben hin, denn die Lungen leeren sich. Der Atemraum wird für kurze Zeit ganz klein, wodurch der Impuls zum nächsten Einatem ausgelöst wird. Dieser Impuls ist nur sehr bedingt unterdrückbar, denn er kommt aus dem Autonomen Zentrum. Jenem Teil von uns, der uns im Kern am Leben erhält und den wir bewusst nicht erfassen oder beeinflussen können.

Zwischen Bewusstem und Unbewusstem

Doch genau an dieser Schnittstelle zwischen Bewusstem und Unbewusstem greift unsere atemzentrierte Körperpsychotherapie. Denn der Atem ist das einzige „Medium“, das man bewusst steuern kann, das aber in aller Regel unbewusst funktioniert. Im Schlaf oder auch in tiefer Ohnmacht atmet man trotzdem immer weiter. Umgekehrt hilft das bewusste tiefe Durchatmen gegen Reizüberflutung im Alltag.  Sie kann unter Umständen sogar das Leben retten, weil man mit dieser Atemtechnik einen klaren Kopf behalten kann und nicht in Panik gerät.

Kommunikation mit dem Unbewussten

Der Atem verbindet den Körper mit der Seele. Durch die Hinwendung zum Atem kann man Kontakt bekommen zur Seele, zum Licht, zur kosmischen Energie.
Atem harmonisiert Gedanken, Gefühle und Körperliches.
Die Hinwendung zum Atem vermag blockierte Gefühle aufzulösen und die dadurch freigewordene Energie dem Gesamtsystem wieder zur Verfügung zu stellen.
So wirkt der Atem heilend auch in ganz außergewöhnlichen Fällen. Vorausgesetzt, der Patient ist zur Mitarbeit bereit, indem er sich komplett auf auf den gegenwärtigen Moment im Atemgeschehen einlässt. Dorthin begleite ich Sie gerne.
Der freie Atem macht ausgeglichen, weil er Geist, Seele und Körper miteinander verbindet. Ohne Atem würden sie sich trennen. Jeder für sich wäre irritiert ohne die beiden andern. Das Gesamtsystem geriete aus dem Gleichgewicht und würde zu Krankheit führen.

Beiträge zum Atem